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Um die aktuelle politische Lage in Venezuela beschreiben zu können müssen wir zunächst ein paar Jahre zurückgehen. Seit 2015 ist die Fördermenge von Rohöl der staatlichen Mineralölgesellschaft Petróleos de Venezuela S.A. (PDVSA) rückläufig. Da die Venezuelanische Wirtschaft jedoch zu fast 90% von den Einnahmen aus der Ölförderung abhängig ist, leidet der Staatshaushalt unter dem Defizit. Seit Ende 2017 steht dadurch der Venezuelanische Staat kurz vor dem Staatsbankrott. Dadurch wird der Venezolanische Bolívar massiv abgewertet und somit wird das Vermögen der Bevölkerung nahezu entwertet. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds lag die Inflationsrate im August 2018 bei über einer Million Prozent. Seit Beginn der Krise sind fast drei Millionen Venezolaner in angrenzende Länder geflohen.

Im März 2017 hat der venezolanische Staatspräsident Nicolás Maduro durch den Obersten Gerichtshof des Landes die Nationalversammlung aufgelöst und die Immunität der Abgeordneten aufgehoben. Dadurch hat er mehr oder weniger die Gewaltenteilung im Land aufgehoben.

Im April 2017 hat der Oberste Gerichtshof sein Urteil aufgehoben, wodurch es zu massiven Protesten kam. Im Mai 2017 führte Maduro eine Verfassung ein, laut der er das Recht hat, die komplette politische Architektur des Landes zu verändern. Ein Teil dieser Verfassung bestimmt unter anderem wer zur Wahl zugelassen wird.

Im April 2018 wurde er „demokratisch“ wieder vom Volk gewählt. Viele Westliche Staaten, darunter auch die USA erkennen die Wahl bis heute nicht an.

Anfang Januar 2019 erklärte die entmachtete Nationalversammlung die Wiederwahl Maduros für unrechtmäßig und deren Regierungsentscheidungen für nichtig.

Ende Januar 2019 erklärte sich der Parlamentspräsident Juan Guaidó zum Interimspräsenten.