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Manchmal braucht man auch Glück. Ein Eigentor kurz vor Schluss bescherten dem TSV Gilching-Argelsried am Samstag drei wertvolle Punkte im Abstiegskampf der Landesliga Süd.


Der TSV Gilching-Argelsried hat auch den nächsten Direktvergleich mit einem Abstiegskonkurrenten für sich entschieden. Nach dem 2:1 im Hinspiel gewannen die Landesliga-Fußballer auch das Rückrundenduell gegen den kriselnden 1. FC Garmisch-Partenkirchen, der erneut ohne Sieg im neuen Jahr blieb. „Ich bin sehr froh, denn wir haben Garmisch damit schon mal um acht Punkte distanziert. Das ist ein gutes Polster“, sagte Gilchings Abteilungsleiter Stefan Schwartling nach dem 1:0 (0:0) am Samstag am Fuße der Alpspitze.

Als alles schon verdächtig nach einem 0:0 roch, schlug die Stunde der Gilchinger Standardspezialisten. Maximilian Ruml trat einen Freistoß von halblinks scharf in die Mitte. FCG-Verteidiger Florian Langenegger bugsierte den Ball beim Klärungsversuch mit der Stirn ins eigene Netz (87.). „Eigentlich war es ein typisches 0:0-Spiel. Wir waren am Ende die Glücklicheren“, resümierte Schwartling.

Beiden Mannschaften war am Samstag deutlich anzumerken, was auf dem Spiel stand. Garmisch hatte in der ersten Halbzeit etwas mehr von der Partie, blieb aber über weite Strecken harmlos. Ansonsten war auf TSV-Keeper Markus Hartmannsgruber Verlass, der die besten Chancen der Hausherren entschärfte. Die Rückkehr von Kapitän Maximilian Hölzl verlieh Gilching wieder mehr defensive Stabilität. Er hatte zudem die beste Möglichkeit für die Gäste, als er nach einer kurz ausgeführten Ecke aus wenigen Metern an der Unterkante der Latte scheiterte. Unmittelbar vor der Pause vergab Stefan Lorenz die größte Chance des Aufsteiger, als er den Ball aus wenigen Metern über die Latte donnerte.

Auch nach dem Wechsel wollte keines der beiden Teams ins Risiko gehen. Die dickste Chance vergab FCG-Angreifer Maximilian Berwein, der am Außennetz scheiterte (76.). „Es war ein taktisches Geplänkel“, teilte Schwartling mit. Die Fouls nahmen zu, doch der souveräne Schiedsrichter Florian Ziegler war stets Herr der Lage. „Er hat das sehr gut gemacht“, lobte Schwartling. Er erkannte auch richtigerweise ein Vergehen am eingewechselten Marvin Fauth, das zum entscheidenden Freistoß kurz vor dem Ende führte. „Ein erster kleiner Schritt Richtung vorzeitigem Klassenerhalt ist gemacht“, bilanzierte Schwartling. Am Sonntag (15 Uhr) soll der nächste folgen, wenn mit dem SV Cosmos Aystetten der nächste Abstiegsrivale an der Talhofstraße zu Gast ist.